Salarias fasciatus - Juwelen Felshüpfer
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FMC_5227
Product information "Salarias fasciatus - Juwelen Felshüpfer"
Der Juwelen-Felshüpfer gehört zu den bekanntesten und nützlichsten Schleimfischen der Meerwasseraquaristik. Salarias fasciatus besitzt eine hervorragend an den Riffuntergrund angepasste bräunliche bis graue Grundfärbung mit unregelmäßigen Streifen, Flecken und feinen bläulichen Punkten. Besonders charakteristisch sind die großen Augen und die kleinen Hautfortsätze oberhalb der Augen. Sein außergewöhnliches Aussehen, das interessante Verhalten und vor allem seine intensive Suche nach Algenaufwuchs machen ihn zu einem beliebten Bewohner des Riffaquariums.
Salarias fasciatus ist im tropischen Indopazifik verbreitet und bewohnt dort flache, algenreiche Korallen- und Felsriffe. Die Tiere halten sich überwiegend in unmittelbarer Nähe des Untergrundes auf und verbringen einen großen Teil des Tages damit, Steine und andere harte Oberflächen nach Algen und verwertbarem Aufwuchs abzuweiden.
Zur aquaristischen Haltung:
Der Juwelen-Felshüpfer benötigt ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium mit ausreichend Riffgestein und natürlichem Algenaufwuchs. Besonders wichtig ist eine biologisch reife Riffstruktur, auf deren Oberflächen der Fisch kontinuierlich nach Nahrung suchen kann.
Salarias fasciatus ist kein typischer Freiwasserschwimmer. Die Tiere bewegen sich vielmehr in kurzen Schwimmbewegungen von Stein zu Stein und sitzen häufig auf erhöhten Bereichen des Riffaufbaus. Von dort beobachten sie aufmerksam ihre Umgebung, bevor die nächste Oberfläche nach Nahrung abgesucht wird. Dieses charakteristische Verhalten hat zu der deutschen Bezeichnung Felshüpfer beigetragen.
Ein besonderer Vorteil dieser Art ist ihre ausgeprägte Tätigkeit als Aufwuchsfresser. Salarias fasciatus weidet regelmäßig Mikroalgen und weiche Algenbeläge von Steinen, Scheiben und anderen harten Oberflächen ab und kann dadurch einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Algenkontrolle im Meerwasseraquarium leisten.
Der Juwelen-Felshüpfer sollte jedoch nicht ausschließlich als Problemlöser bei starkem Algenwuchs betrachtet werden. Nicht jede Algenart wird gefressen, und auch ein Salarias fasciatus kann die Ursachen eines übermäßigen Algenwachstums nicht beseitigen. Entscheidend für eine langfristig erfolgreiche Haltung ist vielmehr, dass dem Fisch dauerhaft ausreichend geeignete Nahrung zur Verfügung steht.
Gerade in sehr sauberen, nährstoffarmen Riffaquarien kann das natürliche Nahrungsangebot mit der Zeit zu gering werden. Deshalb sollte bereits beim Kauf darauf geachtet werden, dass eine zusätzliche Fütterung mit geeigneten pflanzlichen Futtersorten möglich ist. Der Ernährungszustand des Tieres sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Die Ernährung sollte einen hohen pflanzlichen Anteil besitzen. Neben natürlichem Algenaufwuchs eignen sich Norialgen beziehungsweise Algenblätter, Spirulina-haltiges Granulat- und Flockenfutter sowie andere hochwertige Futtersorten mit einem hohen Anteil mariner Algen.
Ergänzend können Frostfuttersorten wie Mysis, Krill oder Cyclops angeboten werden. Diese tierischen Bestandteile sollten jedoch nicht die Grundlage der Ernährung darstellen. Eine abwechslungsreiche, überwiegend pflanzliche Ernährung entspricht den Bedürfnissen der Art wesentlich besser.
Besonders wichtig ist, dass Salarias fasciatus tatsächlich ausreichend Nahrung aufnimmt. Ein eingefallener Bauch ist ein deutliches Warnsignal für einen schlechten Ernährungszustand. In Aquarien mit sehr wenig natürlichem Aufwuchs sollte deshalb gezielt und regelmäßig pflanzliches Zusatzfutter angeboten werden.
Gegenüber den meisten friedlichen Riffbewohnern zeigt sich der Juwelen-Felshüpfer in der Regel unkompliziert. Gegenüber Artgenossen und anderen ähnlich aussehenden Schleimfischen kann jedoch territoriales Verhalten auftreten. Die Einzelhaltung ist daher in den meisten Aquarien die unkomplizierteste Variante.
Mit anderen Fischarten lässt sich Salarias fasciatus normalerweise gut vergesellschaften. Stark aggressive oder dauerhaft bedrängende Fische sollten vermieden werden. Ein strukturreicher Riffaufbau mit zahlreichen Höhlen, Spalten und geeigneten Sitzplätzen vermittelt dem Tier zusätzliche Sicherheit.
Korallen werden von Salarias fasciatus normalerweise nicht gezielt gefressen. Beim Abweiden von Oberflächen kann der Fisch jedoch unmittelbar auf oder zwischen Korallen sitzen und dort nach Aufwuchs suchen. Besonders bei geschwächten oder bereits geschädigten Korallen sollte beobachtet werden, ob das Tier wiederholt an den betroffenen Stellen weidet.
Eine Besonderheit vieler Schleimfische ist ihre Vorliebe für kleine Höhlen, technische Nischen und andere enge Rückzugsbereiche. Auch ruhende Strömungspumpen können als vermeintlich geeigneter Sitz- oder Versteckplatz aufgesucht werden. Wir empfehlen deshalb dringend, Strömungspumpen mit einer geeigneten Fischsicherung zu verwenden beziehungsweise vorhandene Pumpen entsprechend abzusichern. Dies ist insbesondere bei Pumpen wichtig, die zeitweise vollständig abschalten und später automatisch wieder anlaufen.
Auch Überläufe und andere technische Öffnungen sollten entsprechend gesichert werden. Eine geeignete Abdeckung beziehungsweise ein Springschutz ist ebenfalls empfehlenswert, da Schleimfische insbesondere bei Schreckreaktionen aus offenen Aquarien springen können.
Das Aquarium sollte über eine gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung, abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Besonders wichtig sind ausreichend bewachsene Riffoberflächen und eine Ernährung, die auch nach dem Rückgang des natürlichen Algenaufwuchses dauerhaft sichergestellt werden kann.
Lateinischer Name:
• Salarias fasciatus
Deutscher Name:
• Juwelen-Felshüpfer
Größe:
• Endgröße: ca. 14 cm
• Aktuelle Größe: 5–6 cm
Aquariengröße:
• ab ca. 250 Liter
• gut eingefahrenes Aquarium mit ausreichend Riffgestein und natürlichem Aufwuchs empfohlen
Temperatur:
• 24°C – 27°C
Futter:
• natürlicher Algenaufwuchs
• Mikroalgen und weiche Algenbeläge
• Norialgen und Algenblätter Seawweed
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges Flockenfutter Veggie Flakes
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer
Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• ausreichendes und dauerhaft verfügbares Nahrungsangebot besonders wichtig
Vergesellschaftung:
• gegenüber den meisten friedlichen Riffbewohnern gut verträglich
• Einzelhaltung in der Regel empfehlenswert
• gegenüber Artgenossen und ähnlich aussehenden Schleimfischen territorial möglich
• ausreichend Höhlen, Spalten und Sitzplätze anbieten
• aggressive und stark territoriale Mitbewohner vermeiden
• sehr gut für Riffaquarien geeignet
• Korallen werden normalerweise nicht gezielt geschädigt
• trägt durch das Abweiden von Aufwuchs zur natürlichen Algenkontrolle bei
• Strömungspumpen unbedingt gegen das Eindringen von Fischen absichern
• Überläufe und technische Öffnungen sichern
• Aquarium gegen Herausspringen sichern