Ancylomenes holthuisi – Holthuis Anemonen-Partnergarnele
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FMC_5435
Product information "Ancylomenes holthuisi – Holthuis Anemonen-Partnergarnele"
Ancylomenes holthuisi ist eine kleine, filigrane und ausgesprochen attraktive Partnergarnele für das Meerwasseraquarium. Die Art fällt besonders durch ihren teilweise transparenten Körper und die kontrastreichen farbigen Zeichnungselemente auf. Durch die transparente Grundfärbung wirkt die Garnele im Riff beinahe schwebend und kann trotz ihrer auffälligen Akzente überraschend gut mit ihrer Umgebung verschmelzen.
Besonders interessant ist das natürliche Verhalten dieser Garnele. Ancylomenes holthuisi gehört zu den sogenannten Partner- beziehungsweise Anemonengarnelen und hält sich in der Natur häufig in unmittelbarer Nähe verschiedener sessiler Wirbelloser auf. Dabei können unter anderem Seeanemonen und andere geeignete Nesseltierwirte als Schutz- und Aufenthaltsplatz genutzt werden.
Ancylomenes holthuisi ist im tropischen Indopazifik verbreitet und kommt in korallenreichen Riffgebieten vor. Die kleine Körpergröße ermöglicht es den Tieren, sich zwischen Tentakeln, Korallenstrukturen und in kleinen Spalten aufzuhalten.
Die Garnele zeigt zudem ein interessantes Putzverhalten. Wie verschiedene andere Partnergarnelen kann Ancylomenes holthuisi Fische von kleinen Nahrungspartikeln, abgestorbenem Gewebe beziehungsweise Hautbestandteilen und teilweise auch Ektoparasiten befreien. Dieses Verhalten macht sie zu einem besonders interessanten Beobachtungstier, sollte jedoch nicht mit der Leistung einer garantierten medizinischen Parasitenbehandlung gleichgesetzt werden.
Zur aquaristischen Haltung:
Ancylomenes holthuisi eignet sich besonders für gut eingefahrene, friedlich besetzte Riffaquarien. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße sollte bei der Auswahl der Mitbewohner sorgfältig darauf geachtet werden, dass keine garnelenfressenden Fische vorhanden sind.
Das Aquarium sollte über einen gut strukturierten Riffaufbau mit zahlreichen kleinen Spalten, Überhängen und geschützten Bereichen verfügen.
Besonders interessant ist die Haltung in Verbindung mit einem geeigneten Wirtsorganismus. Ancylomenes holthuisi kann sich in unmittelbarer Nähe von Anemonen beziehungsweise anderen geeigneten Nesseltieren aufhalten und diese als Schutzbereich nutzen.
Ein bestimmter Wirtsorganismus kann im Aquarium jedoch nicht zuverlässig erzwungen werden. Die Garnele entscheidet selbst, welchen Bereich beziehungsweise welchen vorhandenen Wirbellosen sie als bevorzugten Aufenthaltsplatz annimmt.
Auch ohne einen bestimmten Wirtsorganismus kann Ancylomenes holthuisi grundsätzlich gehalten werden, sofern ausreichend geschützte Strukturen und geeignete Aufenthaltsplätze vorhanden sind.
Die geringe Körpergröße sollte bei der Fütterung berücksichtigt werden. Ancylomenes holthuisi benötigt entsprechend kleine Nahrungspartikel.
Geeignet sind beispielsweise Cyclops, fein zerkleinerte Mysis und andere feine marine Frostfuttersorten. Auch kleine Partikel von Ocean Plankton und Fish Plankton können angeboten werden.
Soft MultiMix und Soft Protein Superfood können ergänzend eingesetzt werden, sofern die angebotenen Futterpartikel für die kleine Garnele vorher zerkleinert werden und gut erreichbar sind.
In einem stark mit Fischen besetzten Aquarium können die Garnelen einen Teil ihrer Nahrung aus kleinen Futterresten beziehen. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass Ancylomenes holthuisi tatsächlich ausreichend Futter erhält.
Besonders bei schneller fressenden Fischen kann es sinnvoll sein, kleine Futtermengen gezielt in die Nähe der Garnele zu geben.
Eine Pipette eignet sich hierfür besonders gut. Das Futter sollte vorsichtig in die Nähe des Tieres gegeben werden, ohne die Garnele mit einem kräftigen Wasserstrahl zu erschrecken.
Holthuis Anemonen-Partnergarnele gilt gegenüber Korallen und den meisten anderen geeigneten Riffbewohnern als friedlich.
Fische werden selbstverständlich nicht gejagt. Im Gegenteil können sich die Garnelen gegenüber geeigneten Fischen als Putzer verhalten.
Dabei kann die Garnele einen erhöhten Platz einnehmen und durch Bewegungen der Fühler beziehungsweise des Körpers ihre Bereitschaft zum Putzen signalisieren. Akzeptiert ein Fisch die Garnele, kann diese Körperoberfläche und andere erreichbare Bereiche nach verwertbaren Partikeln absuchen. Deshalb ist Holthuis Anemonen-Partnergarnele gerade für Nano Aquarien mit sehr kleinen Fischen sehr interessant da hier die gängigen Partnergarnele oder Lippfische oft zu groß sind.
Dieses Putzverhalten ist interessant zu beobachten, sollte jedoch nicht als Ersatz für Quarantäne, Diagnose oder Behandlung von Fischkrankheiten beziehungsweise Parasiten verstanden werden.
Die größte Herausforderung bei der Vergesellschaftung besteht in der geringen Größe der Garnele.
Viele Fische, die gegenüber größeren Putzergarnelen vollkommen friedlich erscheinen, können sehr kleine Garnelen als Nahrung betrachten.
Größere Lippfische, Büschelbarsche, Drückerfische, Kugelfische und andere räuberische beziehungsweise krebstierfressende Fische sind deshalb keine geeigneten Mitbewohner.
Auch bei kleineren Lippfischen sollte vor der Vergesellschaftung geprüft werden, ob Garnelen zu deren natürlichem Nahrungsspektrum gehören.
Eine Haltung mit anderen friedlichen Garnelen ist bei ausreichend Platz grundsätzlich möglich. Dabei sollte allerdings sichergestellt werden, dass Ancylomenes holthuisi während der Fütterung nicht dauerhaft von größeren Garnelen verdrängt wird.
Wie alle Garnelen wächst auch Ancylomenes holthuisi durch regelmäßige Häutungen.
Während der Häutung wird das alte Außenskelett abgestreift. Der neue Panzer ist zunächst weich, wodurch die Garnele für einige Zeit besonders verletzlich ist.
In dieser Phase ziehen sich die Tiere häufig in geschützte Bereiche zurück. Kleine Höhlen, Spalten und ein geeigneter Wirtsorganismus können dabei wichtigen Schutz bieten.
Eine abgestreifte Garnelenhaut kann einem verstorbenen Tier täuschend ähnlich sehen. Wird eine vollständige transparente Hülle im Aquarium gefunden, sollte deshalb zunächst überprüft werden, ob sich die frisch gehäutete Garnele lediglich versteckt.
Stabile Wasserwerte sind für die erfolgreiche Haltung besonders wichtig. Kleine Garnelen können empfindlich auf schnelle Veränderungen des Salzgehaltes reagieren.
Nach dem Transport sollte Ancylomenes holthuisi deshalb langsam und sorgfältig an das Wasser des neuen Aquariums gewöhnt werden.
Wie andere Krebstiere reagiert die Art empfindlich auf Kupfer. Kupferhaltige Medikamente dürfen nicht in einem Aquarium mit diesen Garnelen eingesetzt werden.
Lateinischer Name:
• Ancylomenes holthuisi
Deutscher Name:
• Holthuis Anemonen-Partnergarnele
Herkunft:
• tropischer Indopazifik
• Korallenriffe
• riffreiche Flachwasserbereiche
• häufig in Verbindung mit sessilen Wirbellosen beziehungsweise geeigneten Wirtsorganismen
Größe:
• Endgröße: ca. 2–3 cm
• Aktuelle Größe: ca. 2 cm
Aquariengröße:
• ab ca. 30 Liter empfohlen
• auch für entsprechend eingerichtete Nano-Riffaquarien interessant
• gut strukturierter Riffaufbau erforderlich
• ausreichend kleine Spalten und geschützte Bereiche anbieten
• friedlichen Fischbesatz wählen
Temperatur:
• ca. 24°C – 27°C
Futter:
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges feines Granulatfutter Soft MultiMix, Soft Protein Superfood, Soft Spirulina, Coral Dust
• kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer
• Futter gezielt in der Nähe anbieten
Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• stabile Wasserwerte erforderlich
• aufgrund der geringen Körpergröße sorgfältige Vergesellschaftung notwendig
• regelmäßige Versorgung mit kleinen Nahrungspartikeln sicherstellen
• langsame Eingewöhnung empfohlen
• empfindlich gegenüber Kupfer
Vergesellschaftung:
• sehr friedliche Garnele
• gut für friedlich besetzte Riffaquarien geeignet
• gesunde Korallen werden normalerweise nicht geschädigt
• kann mit verschiedenen friedlichen Wirbellosen vergesellschaftet werden
• größere Garnelen können bei der Fütterung Nahrungskonkurrenten darstellen
• keine garnelenfressenden Fische einsetzen
• größere räuberische Lippfische vermeiden
• Drückerfische und Kugelfische sind ungeeignet
• auch bei anderen krebstierfressenden Fischen Vorsicht
• zahlreiche geschützte Rückzugsmöglichkeiten anbieten
• keine kupferhaltigen Medikamente verwenden
Partnerschaft:
• gehört zu den Partner- beziehungsweise Anemonengarnelen
• kann sich in unmittelbarer Nähe geeigneter Anemonen und anderer sessiler Wirbelloser aufhalten
• Wirtsorganismus bietet Schutz vor potenziellen Fressfeinden
• Garnele kann sich zwischen beziehungsweise unmittelbar an den geschützten Bereichen des Wirtes aufhalten
• Annahme eines bestimmten Wirtsorganismus kann nicht garantiert werden
• Garnele wählt ihren bevorzugten Aufenthaltsplatz selbst
• grundsätzlich auch ohne einen bestimmten Wirtsorganismus haltbar, wenn ausreichend Schutz vorhanden ist
Putzverhalten:
• kann gegenüber geeigneten Fischen Putzverhalten zeigen
• sucht erreichbare Körperoberflächen nach verwertbaren Partikeln ab
• kann unter anderem abgestorbene Hautbestandteile und teilweise Ektoparasiten aufnehmen
• interessantes natürliches Verhalten
• Putztätigkeit kann individuell unterschiedlich ausgeprägt sein
• kein garantierter Parasitenfresser
• ersetzt keine Quarantäne oder Behandlung erkrankter Fische
Riffaquarium:
• sehr gut für friedliche Riffaquarien geeignet
• gesunde Korallen gehören nicht zum typischen Nahrungsspektrum
• interessante Vergesellschaftung mit geeigneten sessilen Wirbellosen möglich
• benötigt aufgrund ihrer geringen Größe geschützte Bereiche
• auch für kleinere Riffaquarien interessant
• keine räuberischen oder garnelenfressenden Mitbewohner einsetzen
Häutung:
• wächst durch regelmäßige Häutungen
• altes Außenskelett wird vollständig abgestreift
• neuer Panzer ist unmittelbar nach der Häutung weich
• frisch gehäutete Garnelen sind besonders verletzlich
• während dieser Phase werden geschützte Bereiche aufgesucht
• ausreichend Spalten und Rückzugsmöglichkeiten anbieten
• abgestreifte Hülle kann wie eine verstorbene Garnele aussehen
• eine leere Garnelenhülle bedeutet daher nicht automatisch einen Verlust
Verhalten:
• friedlich
• interessantes Partnerverhalten
• kann Putzverhalten gegenüber Fischen zeigen
• hält sich gerne an geschützten Riffbereichen beziehungsweise geeigneten Wirtsorganismen auf
• aufgrund der geringen Größe teilweise unauffällig
• bei Fütterung häufig deutlich aktiver
• lange Fühler und filigrane Bewegungen machen die Art zu einem interessanten Beobachtungstier
Besonderheiten:
• filigrane kleine Partnergarnele
• teilweise transparenter Körper
• attraktive kontrastreiche Zeichnung
• interessantes Verhalten in Verbindung mit geeigneten Wirtsorganismen
• kann Putzverhalten zeigen
• auch für kleinere Riffaquarien geeignet
• benötigt feines, gut erreichbares Futter
• besonders sorgfältige Auswahl der Fischgesellschaft notwendig
• gegenüber kupferhaltigen Medikamenten empfindlich