Stonogobius Yasha + Alpheus bellulus
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89,90 €
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Produktnummer:
FMC_5287
Produktinformationen "Stonogobius Yasha + Alpheus bellulus"
Die Kombination aus Stonogobiops yasha und Alpheus bellulus gehört zu den besonders attraktiven Grundel-Knallkrebs-Symbiosen für das Meerwasseraquarium. Die filigrane Yasha-Symbiosegrundel lebt dabei in enger Gemeinschaft mit dem deutlich kräftiger gebauten Tigerknallkrebs. Beide Tiere ergänzen sich in ihrem Verhalten und ermöglichen die Beobachtung einer faszinierenden natürlichen Symbiose direkt im Riffaquarium.
Stonogobiops yasha besitzt eine helle bis nahezu weiße Grundfärbung mit auffälligen roten bis orange-roten Längszeichnungen. Besonders charakteristisch ist die stark verlängerte erste Rückenflosse, die der kleinen Grundel ein elegantes Erscheinungsbild verleiht. Trotz ihrer geringen Körpergröße ist die Yasha-Symbiosegrundel dadurch ein auffälliger Bewohner des Aquariums.
Alpheus bellulus ist ein kräftig gebauter Knallkrebs mit einer kontrastreichen Zeichnung. Charakteristisch ist seine vergrößerte Knallschere, mit der er das für Knallkrebse typische Knallgeräusch erzeugen kann. Gleichzeitig ist Alpheus bellulus ein sehr aktiver Baumeister, der große Teile seiner Zeit mit dem Bau und der Instandhaltung seines Höhlensystems verbringt.
Das Besondere an dieser Kombination ist das natürliche Zusammenspiel zwischen beiden Tieren. Alpheus bellulus übernimmt den Bau und die Pflege der gemeinsamen Wohnhöhle, während Stonogobiops yasha als aufmerksamer Wächter am Höhleneingang fungiert.
Der Knallkrebs besitzt nur ein eingeschränktes Sehvermögen und hält sich deshalb außerhalb der Höhle meist in unmittelbarer Nähe zur Grundel auf. Häufig hält Alpheus bellulus mit einer seiner Antennen direkten Körperkontakt zu Stonogobiops yasha. Die Grundel beobachtet währenddessen aufmerksam die Umgebung.
Nimmt Stonogobiops yasha eine mögliche Gefahr wahr, signalisiert sie dies dem Knallkrebs durch charakteristische Körperbewegungen. Bei stärkerer Gefahr ziehen sich beide Tiere blitzschnell in das gemeinsame Höhlensystem zurück. Dieses Zusammenspiel gehört zu den interessantesten Verhaltensweisen, die in einem Meerwasseraquarium beobachtet werden können.
Zur aquaristischen Haltung:
Für die erfolgreiche Haltung von Stonogobiops yasha und Alpheus bellulus ist ein geeigneter Bodengrund besonders wichtig. Der Tigerknallkrebs benötigt ausreichend Material, um ein stabiles und verzweigtes Höhlensystem anzulegen.
Ideal ist eine Mischung aus Sand mit unterschiedlichen Korngrößen sowie kleinen Steinchen, Muschelstücken und geeignetem Korallenbruch. Der Knallkrebs verwendet gröbere Bestandteile gezielt als Baumaterial, um Höhleneingänge und Tunnel zu stabilisieren.
Ausschließlich sehr feiner Sand ist weniger optimal, da sich daraus nur schwer dauerhaft stabile Höhlenstrukturen errichten lassen. Eine Kombination aus feinem Sand und gröberen Bestandteilen bietet dem Knallkrebs wesentlich bessere Möglichkeiten für sein natürliches Bauverhalten.
Der Riffaufbau muss unbedingt standsicher errichtet werden. Alpheus bellulus ist ein aktiver Gräber und kann erhebliche Mengen Bodengrund bewegen. Größere Riffsteine sollten deshalb direkt auf einem stabilen Untergrund stehen und nicht ausschließlich auf einer dicken Sandschicht platziert werden.
Nach dem Einsetzen beginnen die Tiere häufig relativ schnell mit der Suche nach einem geeigneten Standort. Hat Alpheus bellulus einen passenden Bereich gefunden, beginnen meist intensive Grabungsarbeiten. Sand, kleine Steinchen und Korallenbruch werden dabei kontinuierlich transportiert und neu angeordnet.
Es ist vollkommen normal, dass sich dadurch die Gestaltung des Bodengrundes regelmäßig verändert. Kleine Sandberge, neue Eingänge und verschobene Steinchen gehören zum natürlichen Verhalten des Knallkrebses und sollten nicht ständig wieder entfernt oder eingeebnet werden.
Stonogobiops yasha hält sich nach erfolgreicher Eingewöhnung überwiegend unmittelbar am Höhleneingang auf. Die Grundel schwebt häufig nur wenige Zentimeter über dem Bodengrund oder sitzt direkt vor der Höhle und beobachtet ihre Umgebung. Alpheus bellulus arbeitet währenddessen häufig im Hintergrund am gemeinsamen Höhlensystem.
Aufgrund ihrer geringen Größe benötigt die Yasha-Symbiosegrundel keinen großen freien Schwimmraum. Wesentlich wichtiger sind eine geeignete Bodenfläche, ein strukturierter Riffaufbau und ein geschützter Bereich, in dem das Paar dauerhaft seine Höhle anlegen kann.
Stonogobiops yasha gehört zu den ausgesprochen friedlichen Meerwasserfischen. Gegenüber anderen geeigneten Riffbewohnern zeigt sich die Art normalerweise sehr verträglich. Sehr große, aggressive oder stark territoriale Bodenbewohner sollten jedoch vermieden werden.
Besonders kleine und ruhige Grundeln können durch dominante Bodenbewohner von ihrem Höhleneingang verdrängt werden. Auch bei der Haltung mehrerer Symbiosegrundeln und Knallkrebse sollte ausreichend Platz zwischen den einzelnen Revieren vorhanden sein.
Die Ernährung von Stonogobiops yasha sollte abwechslungsreich und überwiegend tierisch gestaltet werden. Aufgrund des kleinen Mauls müssen die angebotenen Futterpartikel entsprechend klein sein. Geeignet sind insbesondere Cyclops, feines Mysis, kleines Zooplankton und andere kleine marine Futterorganismen.
Auch hochwertiges feines Granulatfutter kann von eingewöhnten Tieren angenommen werden. Das Futter sollte teilweise gezielt in der Nähe des Höhleneingangs angeboten werden, da die kleine Grundel insbesondere während der Eingewöhnung ihren geschützten Bereich häufig nur ungern weit verlässt.
Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind empfehlenswert. Stonogobiops yasha ist ein kleiner und vergleichsweise zurückhaltender Fresser. Bei der Vergesellschaftung mit sehr schnellen Fischen muss deshalb darauf geachtet werden, dass die Grundel tatsächlich ausreichend Nahrung erhält.
Alpheus bellulus nimmt ebenfalls unterschiedliche tierische Futterbestandteile auf. Frostfutter und sinkende Futterpartikel werden häufig eingesammelt und in die Höhle transportiert. Bei der Fütterung sollte deshalb berücksichtigt werden, dass auch der Knallkrebs regelmäßig ausreichend Nahrung erhält.
Korallen werden von Stonogobiops yasha und Alpheus bellulus normalerweise nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Die Kombination eignet sich daher hervorragend für Riffaquarien. Durch die intensive Grabtätigkeit des Knallkrebses können allerdings niedrig stehende Korallen oder Ableger mit Sand bedeckt werden.
Besonders wichtig ist bei Stonogobiops yasha ein zuverlässiger Springschutz. Die kleine Grundel kann insbesondere unmittelbar nach dem Einsetzen, bei Schreckreaktionen oder bei Auseinandersetzungen aus offenen Aquarien springen. Aufgrund ihrer sehr schlanken Körperform können bereits überraschend kleine Öffnungen ausreichend sein.
Auch Überläufe und andere technische Öffnungen sollten entsprechend gesichert werden. Kabeldurchführungen, Aussparungen und Spalten in einer Abdeckung sollten so gestaltet sein, dass die Grundel nicht hindurchgelangen kann.
Das Aquarium sollte über eine gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung, moderate bis abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Direkt im Bereich des Höhleneingangs sollte keine extrem starke Strömung vorhanden sein, da diese den vom Knallkrebs angelegten Bodengrund permanent verwehen kann.
Lateinischer Name:
• Stonogobiops yasha
• Alpheus bellulus
Deutscher Name:
• Yasha-Symbiosegrundel
• Tigerknallkrebs
Größe:
• Endgröße Grundel: ca. 5–6 cm
• Endgröße Knallkrebs: ca. 5–6 cm
• Aktuelle Größe Grundel: ca. 3–4 cm
• Aktuelle Größe Knallkrebs: ca. 3 cm
Aquariengröße:
• ab ca. 100 Liter
• ausreichend geeignete Bodenfläche erforderlich
• strukturierter Riffaufbau mit geschütztem Bereich für die Höhlenanlage empfohlen
Bodengrund:
• Mischung unterschiedlicher Korngrößen von Vorteil
• kleine Steinchen und Korallenbruch als Baumaterial anbieten
• ausreichend hohe Bodenschicht im Bereich der Höhle
• Riffaufbau unbedingt gegen Untergraben sichern
Temperatur:
• 24°C – 27°C
Futter:
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• hochwertiges Flockenfutter
• mehrere kleinere Fütterungen täglich
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden, z. B. Food Energizer
• Futter bei Bedarf gezielt in der Nähe des Höhleneingangs anbieten
Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• zuverlässige Futterversorgung beachten
• geeigneter Bodengrund besonders wichtig
• sichere Gestaltung des Riffaufbaus erforderlich
Vergesellschaftung:
• faszinierende Symbiose aus Grundel und Knallkrebs
• sehr friedliche Grundel
• gegenüber friedlichen Riffbewohnern gut verträglich
• große, aggressive und territoriale Bodenbewohner vermeiden
• sehr schnelle Futterkonkurrenten können problematisch sein
• bei weiteren Grundeln und Knallkrebsen ausreichend getrennte Reviere schaffen
• hervorragend für Riffaquarien geeignet
• Korallen werden normalerweise nicht gefressen oder gezielt geschädigt
• niedrig stehende Korallen können durch Grabaktivitäten mit Sand bedeckt werden
• Grundel unbedingt gegen Herausspringen sichern
• Überläufe und technische Öffnungen absichern
Symbiose:
• Alpheus bellulus baut und unterhält das gemeinsame Höhlensystem
• Stonogobiops yasha übernimmt die Funktion des aufmerksamen Wächters
• der Knallkrebs hält mit seinen Antennen regelmäßig Körperkontakt zur Grundel
• die Yasha-Symbiosegrundel warnt den Krebs vor möglichen Gefahren
• bei Gefahr ziehen sich beide Tiere gemeinsam in die Höhle zurück
• der Knallkrebs transportiert kontinuierlich Sand und Baumaterial
• das natürliche Zusammenleben lässt sich im Aquarium hervorragend beobachten