Stenopus zanzibaricus- Zanzibar-Scherengarnele
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Produktnummer:
FMC_5247
Produktinformationen "Stenopus zanzibaricus- Zanzibar-Scherengarnele"
Stenopus zanzibaricus – die Zanzibar-Scherengarnele – ist eine attraktive und ausgesprochen interessante Scherengarnele für das Meerwasseraquarium. Charakteristisch sind der schlanke Körper, die auffälligen langen Scherenarme und die langen weißen Fühler, durch die das Tier deutlich größer wirkt, als es seine eigentliche Körperlänge vermuten lässt.
Die Art gehört zur Familie Stenopodidae und zeigt den für Scherengarnelen typischen Körperbau. Besonders auffällig ist das kräftig entwickelte dritte Schreitbeinpaar mit seinen großen Scheren. Trotz dieses wehrhaften Erscheinungsbildes handelt es sich nicht um einen klassischen Fischjäger. Die Scheren werden unter anderem zur Nahrungsaufnahme, Verteidigung und bei innerartlichen Auseinandersetzungen eingesetzt.
Stenopus zanzibaricus stammt aus tropischen Meeresregionen des Indopazifiks und lebt dort in strukturreichen Riffhabitaten. Höhlen, Felsspalten und Überhänge bieten den Tieren Schutz und dienen häufig als feste Aufenthaltsbereiche.
Wie andere Vertreter der Gattung Stenopus kann auch Stenopus zanzibaricus ein interessantes Putzverhalten gegenüber Fischen zeigen. Dabei hält sich die Garnele an einem geeigneten Platz im Riff auf und kann vorbeikommende Fische nach verwertbaren Partikeln und teilweise Ektoparasiten absuchen.
Im Aquarium sollte dieses Verhalten jedoch nicht als garantierte Methode zur Parasitenbekämpfung betrachtet werden. Die Intensität des Putzverhaltens kann von Tier zu Tier unterschiedlich ausfallen.
Zur aquaristischen Haltung:
Stenopus zanzibaricus benötigt ein gut strukturiertes Meerwasseraquarium mit ausreichend Riffgestein, Höhlen, Spalten und Überhängen.
Ein geschützter Rückzugsbereich ist besonders wichtig. Die Garnele kann dort einen festen Aufenthaltsplatz wählen, den sie regelmäßig aufsucht.
Während der Beleuchtungsphase können sich die Tiere teilweise zurückgezogen verhalten. Besonders während der Dämmerung und bei der Fütterung werden sie häufig deutlich aktiver.
Nach erfolgreicher Eingewöhnung ist Stenopus zanzibaricus meist gut zu beobachten. Häufig ragen zunächst nur die langen Fühler aus einer Höhle hervor, bevor das Tier zur Nahrungssuche seinen geschützten Bereich verlässt.
Die Ernährung ist vergleichsweise unkompliziert. Stenopus zanzibaricus ist ein opportunistischer Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für tierische Nahrung.
Im Aquarium werden Mysis, Cyclops, Krill und anderes geeignetes Frostfutter angenommen. Auch hochwertiges sinkendes Granulatfutter kann angeboten werden.
Soft MultiMix und Soft Protein Superfood eignen sich als zusätzliche Futtermittel. Größere Futterstücke sollten der Größe der Garnele entsprechend zerkleinert werden.
Die Tiere können außerdem Futterreste aufnehmen, die zwischen Riffsteinen liegen bleiben. Trotzdem sollte eine Scherengarnele nicht ausschließlich von den Resten der Fischfütterung leben müssen.
Besonders in sehr sauberen beziehungsweise stark nährstofflimitierten Riffaquarien ist eine gezielte Fütterung sinnvoll.
Das Futter kann mit einer Pipette oder Futterzange in die Nähe der Garnele gegeben werden. Häufig wird ein geeignetes Futterstück direkt mit den langen Scheren ergriffen und zum Mund geführt.
Bei der Vergesellschaftung sollte das Territorialverhalten von Scherengarnelen berücksichtigt werden.
Stenopus zanzibaricus kann gegenüber anderen Garnelen und insbesondere gegenüber Artgenossen beziehungsweise ähnlich lebenden Scherengarnelen territorial reagieren.
Eine Einzelhaltung ist deshalb die unkomplizierteste Variante.
Eine Paarhaltung kann möglich sein, sollte jedoch nicht durch das einfache Zusammensetzen zweier beliebiger Tiere erzwungen werden. Nicht harmonierende Tiere können sich bekämpfen und dabei erheblich verletzen.
Besonders problematisch ist die Situation während und unmittelbar nach einer Häutung, da der neue Panzer noch weich ist und das frisch gehäutete Tier gegenüber Angriffen kaum geschützt ist.
Gegenüber gesunden Fischen verhält sich Stenopus zanzibaricus normalerweise unproblematisch. Gesunde, ausreichend große Fische gehören nicht zum typischen Nahrungsspektrum.
Sehr kleine, geschwächte oder bereits sterbende Tiere können von einem opportunistischen Krebstier jedoch untersucht beziehungsweise als Nahrung betrachtet werden.
Auch gegenüber kleinen Garnelen und anderen sehr kleinen Krebstieren ist Vorsicht angebracht. Aufgrund der kräftigen Scheren sollte eine uneingeschränkte Verträglichkeit mit sämtlichen kleinen Wirbellosen nicht vorausgesetzt werden.
Umgekehrt können größere räuberische Fische eine erhebliche Gefahr für die Garnele darstellen. Drückerfische, Kugelfische, größere krebstierfressende Lippfische und andere Garnelenjäger sind keine geeigneten Mitbewohner.
Stenopus zanzibaricus ist grundsätzlich für die Haltung im Riffaquarium geeignet. Gesunde Korallen gehören nicht zum typischen Nahrungsspektrum.
Die Garnele kann sich zwischen Korallen, unter Überhängen und in Spalten aufhalten, ohne Korallen gezielt zu fressen.
Wie bei opportunistischen Krebstieren allgemein können Futterreste oder abgestorbenes Gewebe an Korallen untersucht werden. Dieses Verhalten sollte nicht automatisch mit dem aktiven Fressen gesunden Korallengewebes verwechselt werden.
Besonders interessant ist das mögliche Putzverhalten.
Die langen Fühler können für Fische ein sichtbares Signal darstellen. Akzeptiert ein Fisch die Garnele als Putzer, kann sie erreichbare Bereiche der Körperoberfläche nach verwertbaren Partikeln absuchen.
Dieses Verhalten stellt eine interessante natürliche Interaktion im Riffaquarium dar.
Eine Scherengarnele sollte jedoch niemals als Ersatz für Quarantäne, Diagnose oder eine notwendige Behandlung erkrankter Fische betrachtet werden.
Wie alle Krebstiere wächst Stenopus zanzibaricus durch regelmäßige Häutungen.
Dabei wird das alte Außenskelett abgestreift. Unmittelbar danach ist der neue Panzer weich und die Garnele besonders empfindlich.
Während dieser Zeit ziehen sich die Tiere häufig tief in eine Höhle oder Felsspalte zurück. Ausreichend geschützte Rückzugsmöglichkeiten sind deshalb unverzichtbar.
Eine abgestreifte Garnelenhülle kann einem verstorbenen Tier täuschend ähnlich sehen. Beine, Scheren und Fühler können nahezu vollständig erhalten bleiben.
Wird eine solche Hülle im Aquarium gefunden, sollte deshalb zunächst überprüft werden, ob sich die frisch gehäutete Garnele lediglich versteckt.
Verlorene Beine oder Scheren können bei Krebstieren im Verlauf weiterer Häutungen regeneriert werden. Stabile Wasserwerte und eine ausreichende Ernährung sind während dieser Zeit besonders wichtig.
Stenopus zanzibaricus reagiert empfindlich auf schnelle Veränderungen der Wasserparameter. Insbesondere größere Veränderungen des Salzgehaltes sollten vermieden werden.
Nach dem Transport sollte die Garnele deshalb langsam und sorgfältig an das Wasser des neuen Aquariums gewöhnt werden.
Wie andere Garnelen und Krebstiere reagiert Stenopus zanzibaricus empfindlich auf Kupfer. Kupferhaltige Medikamente dürfen nicht in einem Aquarium mit diesen Tieren eingesetzt werden.
Lateinischer Name:
• Stenopus zanzibaricus
Deutscher Name:
• Zanzibar-Scherengarnele
Herkunft:
• tropischer Indopazifik
• tropische Riffgebiete
• strukturreiche Korallen- und Felsriffe
• Höhlen, Spalten und Überhänge
Größe:
• Endgröße: ca. 4–5 cm
• durch lange Scherenarme und Fühler deutlich größer wirkend
• Aktuelle Größe: ca. 3 cm
Aquariengröße:
• ab ca. 60 Liter empfohlen
• gut strukturierter Riffaufbau erforderlich
• ausreichend Höhlen und Spalten anbieten
• geschützte Rückzugsbereiche besonders wichtig
• bei Vergesellschaftung mit weiteren Krebstieren entsprechend mehr Platz einplanen
Temperatur:
• ca. 24°C – 27°C
Futter:
• opportunistischer Allesfresser
• überwiegend tierische Nahrung
• Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
• Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer
Schwierigkeitsgrad:
• einfach bis mittel
• bei stabilen Wasserwerten gut haltbar
• langsame Eingewöhnung empfohlen
• ausreichend Rückzugsmöglichkeiten erforderlich
• innerartliches Territorialverhalten beachten
• empfindlich gegenüber Kupfer
Vergesellschaftung:
• gegenüber gesunden Fischen normalerweise friedlich
• Einzelhaltung meist unkompliziert
• Paarhaltung bei harmonierendem Paar möglich
• nicht wahllos zwei Tiere zusammensetzen
• gegenüber Artgenossen und anderen Scherengarnelen territoriales Verhalten möglich
• kleine Garnelen und sehr kleine Krebstiere können gefährdet sein
• sehr kleine oder geschwächte Tiere können als Nahrung betrachtet werden
• keine krebstierfressenden Fische einsetzen
• größere räuberische Lippfische vermeiden
• Drückerfische und Kugelfische sind ungeeignet
• keine kupferhaltigen Medikamente verwenden
Putzverhalten:
• kann Putzverhalten gegenüber Fischen zeigen
• kann geeignete Fische nach verwertbaren Partikeln absuchen
• teilweise können dabei auch Ektoparasiten aufgenommen werden
• lange Fühler spielen bei der Kommunikation mit Fischen eine wichtige Rolle
• interessantes natürliches Verhalten
• Intensität des Putzverhaltens kann individuell variieren
• kein garantierter Parasitenfresser
• ersetzt keine Quarantäne oder Behandlung erkrankter Fische
Riffaquarium:
• grundsätzlich gut für Riffaquarien geeignet
• gesunde Korallen gehören nicht zum typischen Nahrungsspektrum
• nutzt Höhlen, Spalten und Überhänge innerhalb des Riffaufbaus
• kann Futterreste beziehungsweise abgestorbenes organisches Material zwischen Korallen untersuchen
• Korallen werden normalerweise nicht gezielt als Nahrung betrachtet
• bei sehr kleinen Wirbellosen Vergesellschaftung beobachten
Häutung:
• wächst durch regelmäßige Häutungen
• altes Außenskelett wird vollständig abgestreift
• neuer Panzer ist unmittelbar nach der Häutung weich
• frisch gehäutete Tiere besonders empfindlich
• während dieser Phase werden geschützte Höhlen und Spalten aufgesucht
• ausreichend sichere Rückzugsmöglichkeiten anbieten
• abgestreifte Hülle kann wie eine verstorbene Garnele aussehen
• eine leere Garnelenhülle bedeutet daher nicht automatisch einen Verlust
Regeneration:
• verlorene Beine und Scheren können über weitere Häutungen regeneriert werden
• Regeneration benötigt mehrere Häutungszyklen
• stabile Wasserwerte besonders wichtig
• ausreichende und abwechslungsreiche Ernährung unterstützt die Regeneration
• frisch gehäutete Tiere möglichst nicht stören
Verhalten:
• häufig höhlenorientiert
• teilweise dämmerungs- und nachtaktiv
• bei Fütterung häufig schnell aktiv
• lange Fühler sind oft bereits sichtbar, während sich der Körper noch im Versteck befindet
• nutzt kräftige Scheren zur Nahrungsaufnahme und Verteidigung
• kann gegenüber anderen Scherengarnelen territorial reagieren
• interessantes Putzverhalten möglich
Besonderheiten:
• attraktive Scherengarnele
• auffällig lange Fühler
• kräftige lange Scherenarme
• interessantes Verhalten im Riffaquarium
• mögliches Putzverhalten gegenüber Fischen
• nutzt bevorzugt Höhlen und geschützte Riffbereiche
• territorial gegenüber Artgenossen möglich
• benötigt während der Häutung besonders sichere Rückzugsmöglichkeiten
• gegenüber kupferhaltigen Medikamenten empfindlich