Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
+49 (0) 7031 613 680-0
Mo. - Fr. 10:00 - 15:00 Uhr

Plectranthias inermis – Höhlenbarsch

Produktinformationen "Plectranthias inermis – Höhlenbarsch"

  • Der Höhlenbarsch Plectranthias inermis gehört zu den besonders interessanten kleinbleibenden Riffbarschen der Meerwasseraquaristik. Mit seiner weißlich bis cremefarbenen Grundfärbung, den rötlichen bis orangefarbenen Zeichnungen und den auffälligen Augen ist er hervorragend an das Leben zwischen Korallen, Höhlen und Riffspalten angepasst. Anders als viele frei schwimmende Riffbarsche verbringt Plectranthias inermis einen großen Teil seiner Zeit sitzend auf dem Riff und beobachtet von dort aufmerksam seine Umgebung.

    Plectranthias inermis ist im tropischen Indopazifik verbreitet und bewohnt dort strukturreiche Korallenriffe. Die Tiere halten sich bevorzugt in geschützten Bereichen, zwischen Korallen, unter Überhängen und in kleinen Höhlen auf. Von einem erhöhten Sitzplatz aus warten sie auf vorbeikommende kleine Futterorganismen und ziehen sich bei Gefahr schnell in die Riffstruktur zurück.

    Zur aquaristischen Haltung:

    Der Höhlenbarsch eignet sich aufgrund seiner geringen Endgröße hervorragend für strukturreiche Riffaquarien. Großer freier Schwimmraum ist für diese Art weniger entscheidend als eine abwechslungsreiche Riffdekoration mit zahlreichen Höhlen, Spalten, Überhängen und geschützten Sitzplätzen.

    Plectranthias inermis zeigt ein für diese Gattung charakteristisches Verhalten. Die Tiere schwimmen nicht permanent durch das Aquarium, sondern sitzen häufig auf Steinen und Korallen und beobachten von dort ihre Umgebung. Wird ein interessantes Futtertier entdeckt, startet der Fisch einen kurzen, schnellen Beutefang und kehrt anschließend häufig wieder zu einem geschützten Sitzplatz zurück.

    Nach dem Einsetzen kann sich Plectranthias inermis zunächst sehr versteckt halten. Besonders in hell beleuchteten Aquarien werden häufig schattige Bereiche und Überhänge bevorzugt. Sobald sich das Tier an seine Umgebung gewöhnt hat und sich sicher fühlt, ist es meist regelmäßiger auf exponierten Sitzplätzen zu beobachten.

    Eine gut strukturierte Einrichtung ist deshalb besonders wichtig. Höhlen und Überhänge sollten so angeordnet werden, dass sowohl schattige Rückzugsbereiche als auch geeignete Beobachtungsplätze vorhanden sind. Ein naturnah gestaltetes Riffaquarium bietet optimale Voraussetzungen für das typische Verhalten dieser Art.

    Die Ernährung sollte überwiegend tierisch und abwechslungsreich gestaltet werden. Plectranthias inermis ist ein kleiner Lauerjäger und ernährt sich von kleinen Krebstieren und anderen tierischen Futterorganismen. Im Aquarium eignen sich Frostfuttersorten wie Mysis, Cyclops und fein zerkleinerter Krill.

    Auch hochwertiges Granulatfutter in geeigneter Größe kann von gut eingewöhnten Tieren angenommen werden. Besonders während der Eingewöhnung kann bewegtes Frostfutter hilfreich sein, da dieses den natürlichen Jagdreflex anspricht. Das Futter sollte möglichst in die Nähe der bevorzugten Aufenthaltsbereiche gelangen.

    Mehrere kleinere Fütterungen über den Tag verteilt sind empfehlenswert. Bei der Vergesellschaftung mit sehr schnellen und durchsetzungsfähigen Fressern sollte darauf geachtet werden, dass der Höhlenbarsch tatsächlich ausreichend Nahrung erhält.

    Gegenüber größeren friedlichen Riffbewohnern zeigt sich Plectranthias inermis in der Regel unkompliziert. Aufgrund seiner geringen Größe sollte die Art jedoch nicht mit großen räuberischen oder ausgesprochen aggressiven Fischen vergesellschaftet werden.

    Umgekehrt muss berücksichtigt werden, dass Plectranthias inermis selbst ein kleiner Räuber ist. Sehr kleine Garnelen, Garnelennachwuchs und andere winzige Krebstiere können als natürliche Beute angesehen werden. Größere Garnelen werden aufgrund der geringen Endgröße des Höhlenbarsches normalerweise deutlich weniger gefährdet, bei sehr kleinen Wirbellosen ist jedoch Vorsicht geboten.

    Korallen werden von Plectranthias inermis nicht gefressen oder gezielt geschädigt. Die Art eignet sich deshalb sehr gut für Korallenriffaquarien. Steinkorallen und andere komplexe Riffstrukturen werden gerne als Sitz- und Rückzugsplätze genutzt.

    Bei Artgenossen und anderen ähnlich lebenden kleinen Barschen kann es im unmittelbaren Aufenthaltsbereich zu territorialem Verhalten kommen. Für die Haltung mehrerer Tiere sollte deshalb ein ausreichend großes und stark strukturiertes Aquarium mit zahlreichen voneinander getrennten Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein. Die Einzelhaltung ist in kleineren Aquarien meist unkomplizierter.

    Aufgrund seiner versteckten Lebensweise sollte beim Umsetzen oder bei größeren Arbeiten am Aquarium besonders aufmerksam vorgegangen werden. Die Tiere können sich sehr tief in kleine Spalten und Höhlen zurückziehen.

    Auch Pumpen, Ansaugöffnungen und Überläufe sollten entsprechend gesichert sein. Eine geeignete Abdeckung beziehungsweise ein Springschutz ist ebenfalls empfehlenswert, da auch kleinbleibende Barsche bei Schreckreaktionen aus offenen Aquarien springen können.

    Das Aquarium sollte über eine gute Wasserqualität, ausreichende Sauerstoffversorgung, abwechslungsreiche Strömung und dauerhaft stabile Wasserwerte verfügen. Besonders wichtig sind strukturreiche und teilweise schattige Bereiche, in denen sich der Höhlenbarsch jederzeit zurückziehen kann.

    Lateinischer Name:
    • Plectranthias inermis

    Deutscher Name:
    • Höhlenbarsch

    Größe:
    • Endgröße: ca. 7–8 cm
    • Aktuelle Größe: 3–4 cm

    Aquariengröße:
    • ab ca. 150 Liter
    • strukturreicher Riffaufbau mit zahlreichen Höhlen und Überhängen empfohlen

    Temperatur:
    • 24°C – 27°C

    Futter:
    • Frostfutter (Krill, Mysis, Cyclops)
    • hochwertiges feines Granulatfutter Soft MultiMix, Soft Protein Superfood, Soft Spirulina
    • hochwertiges Flockenfutter
    • kleine Krebstiere und andere marine Futterorganismen (Zooplankton) Fish Plankton, Ocean Plankton
    • mehrere kleinere Fütterungen täglich
    • Futter kann zusätzlich mit Vitaminen und marinen Fettsäuren angereichert werden Food Energizer

    Schwierigkeitsgrad:
    • einfach bis mittel
    • während der Eingewöhnung auf zuverlässige Futteraufnahme achten

    Vergesellschaftung:
    • gegenüber friedlichen Riffbewohnern meist gut verträglich
    • vorzugsweise einzeln oder bei ausreichend Platz mit mehreren geeigneten Artgenossen
    • große, aggressive und räuberische Fische vermeiden
    • sehr kleine Garnelen und andere Kleinkrebse können als Beute angesehen werden
    • bei schnellen Futterkonkurrenten auf ausreichende Futteraufnahme achten
    • zahlreiche Höhlen, Überhänge und schattige Rückzugsbereiche anbieten
    • sehr gut für Riffaquarien geeignet
    • Korallen werden nicht geschädigt
    • Pumpen, Ansaugöffnungen und Überläufe absichern
    • Aquarium gegen Herausspringen sichern

    Hinweis: Plectranthias inermis ist ein kleinbleibender und interessanter Lauerjäger für strukturreiche Riffaquarien. Typisch ist seine sitzende Lebensweise: Der Höhlenbarsch beobachtet seine Umgebung von Steinen, Korallen und geschützten Bereichen aus und startet kurze Jagdbewegungen auf vorbeikommende Futterorganismen. Korallen werden nicht geschädigt, sehr kleine Garnelen und andere Krebstiere können aufgrund der natürlichen Ernährungsweise jedoch als Beute betrachtet werden. Zahlreiche Höhlen, Überhänge und schattige Bereiche sowie eine abwechslungsreiche Fütterung mit kleinen tierischen Futtersorten bieten die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Haltung.