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Astropyga Radiata - Roter Diademseeigel

Produktinformationen "Astropyga Radiata - Roter Diademseeigel"

Der Rote Diademseeigel gehört zu den eindrucksvollsten Seeigeln für große Meerwasseraquarien. Astropyga radiata fällt durch die langen beweglichen Stacheln und seine intensive Färbung auf. Je nach Individuum reicht die Grundfarbe von Rot und Orange bis zu dunklen Rotbraun- und Violetttönen. Auffällige helle beziehungsweise bläulich schimmernde Zeichnungselemente verstärken das außergewöhnliche Erscheinungsbild.

Astropyga radiata ist im tropischen Indopazifik verbreitet. Die Tiere kommen unter anderem auf sandigen und mit Geröll durchsetzten Flächen, Seegrasbereichen sowie in der Umgebung von Korallenriffen vor. Dort bewegen sie sich über den Untergrund und suchen kontinuierlich nach verwertbarem Aufwuchs und organischem Material.

Aufgrund seiner Größe und der langen Stacheln ist der Rote Diademseeigel kein Tier für kleine oder sehr dicht dekorierte Aquarien. In einem ausreichend großen Aquarium ist er jedoch ein außergewöhnlicher Blickfang und gleichzeitig ein aktiver Aufwuchsfresser.

Zur aquaristischen Haltung:

Astropyga radiata benötigt ein großzügig dimensioniertes Meerwasseraquarium mit ausreichend Bewegungsfläche. Dabei muss nicht nur der Körperdurchmesser berücksichtigt werden: Die weit abstehenden Stacheln vergrößern den tatsächlichen Platzbedarf des Tieres erheblich.

Der Riffaufbau sollte stabil und möglichst standsicher gestaltet sein. Seeigel besitzen überraschend viel Kraft und können kleinere, nicht befestigte Steine oder Korallenableger beim Durchqueren des Riffs verschieben beziehungsweise umstoßen.

Aus diesem Grund sollten insbesondere kleine Korallenableger sicher befestigt werden. Enge Durchgänge, in denen sich der Seeigel mit seinen langen Stacheln verkeilen könnte, sollten ebenfalls vermieden werden.

Astropyga radiata ist überwiegend auf dem Bodengrund und an gut erreichbaren Bereichen des Riffaufbaus unterwegs. Die Tiere können sich mit ihren zahlreichen Röhrenfüßchen sicher über unterschiedliche Oberflächen bewegen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Haltung ist die Größe des ausgewachsenen Tieres. Junge Exemplare können zunächst relativ kompakt erscheinen, entwickeln sich bei geeigneten Bedingungen jedoch zu deutlich größeren Seeigeln. Die spätere Endgröße sollte deshalb bereits bei der Anschaffung berücksichtigt werden.

Der Rote Diademseeigel sucht einen erheblichen Teil des Tages nach Nahrung. Dabei werden unterschiedliche Aufwuchsflächen abgeweidet. Algenbeläge und verschiedene organische Bestandteile können einen wichtigen Teil der Ernährung darstellen.

Astropyga radiata sollte dennoch nicht ausschließlich als „Algenvernichter“ betrachtet werden. In sehr sauberen Riffaquarien kann das natürliche Nahrungsangebot für einen größeren Seeigel langfristig nicht ausreichen. Eine gezielte zusätzliche Fütterung kann daher notwendig sein.

Geeignet sind insbesondere marine Algen (Chaetomorpha linum - Drahtalge, Caulerpa brachypus - Kleine Kriechsprossalge) und Algenblätter wie Green Seaweed. Diese können so im Aquarium befestigt werden, dass der Seeigel sie problemlos erreichen kann.

Auch andere geeignete pflanzliche beziehungsweise marine Futtermittel können ergänzend angeboten werden. Besonders bei einem Aquarium mit nur geringem natürlichem Algenaufwuchs sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob das Tier ausreichend Nahrung findet.

Wie viele Seeigel kann Astropyga radiata beim Abweiden auch Kalkrotalgen aufnehmen. Wer einen starken Kalkrotalgenbewuchs erhalten möchte, sollte dieses natürliche Verhalten bei der Besatzplanung berücksichtigen.

Bei der Haltung in einem Riffaquarium ist außerdem zu beachten, dass ein großer Seeigel nicht zwischen „gewünschten“ und „unerwünschten“ Aufwuchsflächen unterscheidet. Sein kontinuierliches Abweiden gehört zu seinem natürlichen Verhalten.

Korallen werden normalerweise nicht als bevorzugte Nahrung betrachtet. Aufgrund der Größe, der langen Stacheln und des aktiven Bewegungsverhaltens kann es jedoch zu mechanischen Beeinträchtigungen kommen. Nicht befestigte Korallen und Ableger können verschoben oder umgestoßen werden.

Besondere Vorsicht ist beim Umgang mit Astropyga radiata erforderlich. Die langen Stacheln dienen der Verteidigung und können schmerzhafte Verletzungen verursachen. Der Seeigel sollte deshalb nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

Beim Arbeiten im Aquarium sollte immer darauf geachtet werden, wo sich das Tier befindet. Insbesondere zwischen Riffgestein können einzelne Stacheln leicht übersehen werden. Auch beim Umsetzen sollte ein direkter Kontakt mit den Stacheln vermieden werden.

Eine interessante Besonderheit von Astropyga radiata ist, dass sich in der Natur kleinere Tiere zwischen beziehungsweise unter den langen Stacheln aufhalten können und den Seeigel als mobilen Schutz nutzen. Dieses Verhalten unterstreicht die ökologische Bedeutung großer Seeigel innerhalb ihres natürlichen Lebensraumes.

Wie andere Seeigel reagiert Astropyga radiata empfindlich auf schnelle Veränderungen der Wasserparameter. Besonders starke Schwankungen des Salzgehaltes sollten vermieden werden. Eine langsame und sorgfältige Eingewöhnung ist deshalb dringend empfehlenswert.

Eine gute Wasserqualität und stabile Calcium-, Magnesium- und Karbonatwerte unterstützen die Ausbildung und Erhaltung des Kalkskeletts. Eine dauerhaft schlechte Wasserqualität kann Seeigel deutlich schwächen.

Kupfer ist für Seeigel und viele andere Wirbellose problematisch. Kupferhaltige Medikamente dürfen deshalb nicht in einem Aquarium mit Astropyga radiata eingesetzt werden.

Lateinischer Name:
• Astropyga radiata

Deutscher Name:
• Roter Diademseeigel

Größe:
• Endgröße: ca. 20 cm mir Stacheln
• Aktuelle Größe: ca. 6–8 cm

Aquariengröße:
• ab ca. 400 Liter empfohlen
• ausreichend freie Bewegungsfläche erforderlich
• spätere Endgröße unbedingt berücksichtigen
• stabiler und großzügiger Riffaufbau empfohlen
• nicht für kleine oder sehr eng eingerichtete Aquarien geeignet

Temperatur:
• ca. 24°C – 27°C

Futter:
• natürlicher Algenaufwuchs
• verschiedene Algenbeläge
• Biofilme und organischer Aufwuchs
• bei geringem natürlichem Aufwuchs regelmäßig zufüttern
• Kalkrotalgen können ebenfalls abgeweidet werden
• abwechslungsreiche pflanzliche beziehungsweise marine Zusatzfütterung bei Bedarf

Schwierigkeitsgrad:
• mittel
• aufgrund der Größe ausreichend Platz erforderlich
• stabile Wasserwerte besonders wichtig
• langsame und sorgfältige Eingewöhnung empfohlen
• ausreichendes Nahrungsangebot sicherstellen
• Vorsicht aufgrund der langen Stacheln

Vergesellschaftung:
• gegenüber geeigneten Fischen grundsätzlich friedlich
• für große Riffaquarien geeignet
• Korallen werden normalerweise nicht gezielt als Nahrung gesucht
• mechanische Beeinträchtigungen durch Größe und Stacheln möglich
• kleine und lose Korallenableger unbedingt sicher befestigen
• keine spezialisierten Seeigelfresser beziehungsweise ungeeigneten räuberischen Mitbewohner einsetzen
• keine kupferhaltigen Medikamente verwenden

Algenkontrolle:
• aktiver Aufwuchs- und Algenfresser
• sucht kontinuierlich unterschiedliche Oberflächen nach Nahrung ab
• kann zur natürlichen Kontrolle verschiedener Algenbeläge beitragen
• Kalkrotalgen können ebenfalls gefressen werden
• nicht als alleinige Lösung für starke Algenprobleme betrachten
• bei geringem Algenbestand zusätzliche Fütterung notwendig

Besonderheiten:
• außergewöhnlich attraktiver und großer Seeigel
• lange, auffällige und bewegliche Stacheln
• benötigt deutlich mehr Platz als der reine Körperdurchmesser vermuten lässt
• kann kleinere Steine und unbefestigte Korallen verschieben
• direkter Kontakt mit den Stacheln sollte unbedingt vermieden werden
• bei Arbeiten im Aquarium besondere Vorsicht erforderlich
• langsame Anpassung an neue Wasserparameter besonders wichtig

Sicherheitshinweis:
• Astropyga radiata besitzt lange, spitze Stacheln, die Verletzungen verursachen können
• Tier nicht mit bloßen Händen anfassen
• beim Arbeiten und Hantieren im Aquarium ausreichend Abstand halten
• bei Pflegearbeiten immer die Position des Seeigels kontrollieren
• Kinder und unerfahrene Personen sollten nicht in ein Aquarium mit diesem Tier greifen

Hinweis: Astropyga radiata ist ein außergewöhnlich attraktiver Seeigel, dessen Größe und lange Stacheln bereits bei der Planung des Aquariums berücksichtigt werden müssen. Der Rote Diademseeigel kann als aktiver Aufwuchsfresser zur Algenkontrolle beitragen, benötigt in sehr sauberen Aquarien jedoch eine regelmäßige zusätzliche Versorgung mit marinen Algen und anderem geeignetem Futter. Ein großzügiges Aquarium, ein stabiler Riffaufbau und sicher befestigte Korallen sind wichtige Voraussetzungen. Aufgrund der langen Stacheln ist beim Hantieren im Aquarium besondere Vorsicht erforderlich.

Wichtig für die Pflege von Korallen und Fischen

ist die konstante Einhaltung der Salinität, sowie der Einsatz eines guten Meersalzes, wie dem Fauna Marin Professional Sea Salt.

Die Salinität sollte immer zwischen 34/35 Promille liegen, respektive 1.022 und 1.024 Dichte. Eine regelmäßige Überprüfung der Dichte ist ein absolutes Muss in der Meerwasseraquaristik.


Weitere Informationen zu unseren Tieren und und Anwendungshinweise zu unseren Produkten finden Sie auf https://www.faunamarin.de/support-downloads/

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